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Hunde kommunizieren klar und authentisch – vorbildlich für Manager

von Maximilian Pisacane

 

Wie klar ist doch die Kommunikation von Hunden: direkt, unverblümt, frei von „politischer Korrektheit“ oder Diplomatie. Ohne Papperlapapp, ohne Schnick und Schnack. Und vor allem: immer authentisch.

 

Eigentlich sollte es so auch bei Führungspersonen sein – eigentlich... Doch leider kommunizieren sie vielfach nicht klar, lassen sich Hintertürchen offen, bleiben schwammig. So können sie sich immer rausreden: „So war das nicht gemeint.“ Oder schlimmer noch: die Verantwortung abgeben. Dabei ist genau DAS ihr Job. Klare Anweisungen geben und dafür die Verantwortung tragen. Doch vielfach ähnelt ihre Kommunikation der von Politikern. Doch Politik – wie wir Menschen sie kennen – ist Hunden fremd.

 

Und so gibt es eben bei uns Menschen das, was bei Hunden so gut wie nicht vorkommt: Missverständnisse. Die sind ja geradezu vorprogrammiert. Denn Verstehen klappt nur mit klarer Kommunikation. Man stelle sich nur vor, ein Hund würde so schwammig kommunizieren wie wir Menschen es oft tun. Das freudige Rutenwedeln wäre dann der Versuch sich einzuschleimen, doch im Kopf knurrt er zähnefletschend. Aber was hätte ein Hund davon? Er würde genau von der Person oder dem Hund belästigt, die er ja eigentlich fortjagen will. Zielführend ist was anderes.

 

Wenn ein Hund beschwichtigt, dann meint er das auch so. Bei Menschen ist es oft nur sozio-politisches Kalkül. Meist wird nach Oben beschwichtigt und nach Unten getreten. Hunde sind da anders. Ein guter Rudelführer sorgt für Ausgleich, lässt keine „Spitzen“ zu. Denn diese könnten nur allzu leicht zu Eskalationen führen und somit destruktiv auf das Rudel wirken. Ähnlich einem Moderator, der den Schüchternen mehr anspricht und den selbstsicheren Ins-Wort-Faller deckelt. Und gerade weil viele Führungspersonen und Manager genau das nicht tun, zerfällt ihr Team – es zerbröselt quasi in zwar netten Worten mit Sahne und Zuckerguss. Doch nutzt es dem Ergebnis? Oder fördert das den Teamgeist? Nein! Eher im Gegenteil. Ja, es fällt sogar auf die Führungsperson zurück, denn seine Glaubwürdigkeit, seine Wahrhaftigkeit, das Vertrauen in ihn wird zuerst angezweifelt und später sogar oft negiert.

 

Und was könnte für eine Führungsperson schlimmer sein, als dass ihre Führungsqualitäten angezweifelt werden? Er oder sie gar nicht ernst genommen werden. Was klare Kommunikation angeht, so kann sich mancher Manager von Hunden mehr als nur eine Scheibe abschneiden. Und so zeigen diese wunderbaren Tiere auch sehr klar, wen sie als Führungsperson akzeptieren und wen nicht. Sie könnten quasi als „Radar für Führungsqualitäten“ dienen. Bei Kommunikationsberatungen von Unternehmen empfehle ich daher immer, für Einstellungsgespräche von Managern einen souveränen und selbstsicheren Hund mit „zu Rate zu ziehen“ – denn der Hundespürnase kann man nichts vormachen, egal wie gut man schauspielert oder sich verbal verkauft.

 

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Foto: Ira Prettycloud

 

Über GASSIREPORT

Hier berichten Maximilian Pisacane und Doggen-Mix Rico mal aus Hunde-, mal aus Menschensicht von ihren kleinen und großen Abenteuern und vom gemeinsamen bunten Zusammenleben. Der Publizist und Medienprofi Maximilian schreibt für diverse Medien und berät u.a. Hundeunternehmen in ihrer Kommunikation und Strategie (www.maximilian-pisacane.com). Seit 2013 ist er Herausgeber des sehr erfolgreichen Hundeblogs GASSIREPORT, mit eigener Facebook-Seite, Google+, Twitter, Pinterest und Instagram, sowie Youtube-Kanal. Zwei Geschichten erschienen auch im Buch „Mein Hund heißt NEIN!“ Und der charmant coole Rico war schon in diversen Medien, spielte sogar bei einem Werbespot mit und hatte auch schon TV- und Messe-Auftritte – nicht schlecht für einen Hund aus dem Tierheim mit schwierigem Start ins Leben! http://gassireport.blogspot.com

 

Titelfoto: Lutz Borger

 

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